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Südostsizilien ist voll wunderbarer archäologischer Stätten (die oftmals nur nicht angemessen geschützt werden) und voll interessanter und wertvoller naturalistischer Stätten, die zum Schutz der Umwelt und der großen Vielzahl der in ihnen lebenden Tier- und Pflanzengattungen zu Naturschutzgebieten erklärt wurden. Beginnend von Norden haben wir für Sie eine interessante Reiseroute entlang der Naturwunder und historischen Stätten der Gegend erstellt. Wenn Sie die ausgetretenen Pfade verlassen und verborgene und beeindruckende Orte erkunden wollen – lesen Sie weiter!

Unser Trip beginnt in der Totenstadt Pantalica, einer naturalistisch-archäeologischen Stätte (unweit der herrlichen Barockstadt Palazzolo Acreide gelegen), die seit 2005 zusammen mit der Stadt Syrakus zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der Ort liegt auf einem grün bewachsenen Kalksteinvorgebirge und ist von tiefen Schluchten umgeben, die von den Flüssen Calcinara und Anapo gegraben wurden. Pantalica ist vor allem wegen seiner einmaligen Totenstadt (Nekropolis) berühmt. Sie besteht aus 4000 bis 5000 viereckigen, seitlich entlang des Vorgebirges in den Fels gehauenen Gräbern und ist im Zeitraum zwischen dem 13. bis 7. Jahrhundert vor Christus entstanden. Der naturalistische Wert des Gebietes von Pantalica liegt in seiner außerordentlichen Flora und Fauna. All dies lässt sich bequem auf einem der zahlreichen Wege aus den Orten Sortino und Ferla erkunden. Wir empfehlen außerdem einen Besuch der Grotta dei Pipistrelli (Fledermaushöhle).

Von der Nekropolis von Pantalica aus dauert es ungefähr eine Stunde bis zum Meeresschutzgebiet Plemmirio. Diese herrliche Naturstätte befindet sich auf derselben Halbinsel und ist von der Insel Ortigia in Syrakus aus zu sehen. Sie ist ein echtes Taucherparadies, da der Meeresboden hier eine bedeutende marine Flora und Fauna aufweist und zudem mit antiken Überresten aus der griechischen Zeit und aus dem I. Weltkrieg aufwartet.

Die Naturreserve Cavagrande del Cassibile Nature liegt nur wenige Autominuten von der Halbinsel Plemmirio entfernt. Ebenso wie die Nekropolis von Pantalica hat auch dieses Reservat einen hohen naturalistischen und historischen Wert. Die Landschaft der Cavagrande del Cassibile ist besonders beeindruckend. Der Fluss Cassibile hat sich in den Kalksteinfelsen gegraben und riesige Canyons und Schluchten gebildet – mit 507 Metern (!) befindet sich die tiefste von ihnen in der Nähe von Avola. Die Schönheit dieser Stätte kann man auf zahlreichen Pfaden erkunden. Unbedingt zu empfehlen ist ein Besuch der kleinen Seen des Reservats sowie der antiken Totenstadt. Auch hier weisen Flora und Fauna des Gebiets äußerst seltene und verschiedene Arten auf – besonders zu erwähnen sind die fantastischen endemischen Orchideen.

Über die zeitlose Eleganz Notos haben wir bereits berichtet. Die ursprüngliche alte Stadt “Noto Antica“, die durch das verheerende Erdbeben von 1693 vollständig ausgelöscht wurde, ist jedoch ebenfalls äußerst interessant, da sich einige bemerkenswerte Überreste dieser ruhmreichen antiken und mittelalterlichen Stadt noch immer bestaunen lassen. Alte Stadtmauern und Befestigungen, die Überreste einer Burg aus dem 11. Jahrhundert und sogar eine griechische Sportanlage sowie eine byzantinische Katakombe in der beeindruckenden Grotta delle Cento Bocche warten auf den Besucher. Die typische friedliche hybläische Umgebung ringsumher garantiert einen wahrhaft angenehmen und faszinierenden Besuch dieser noch immer zu wenig bekannten Stätte.

Richtung Meer und Mündung des Tellaro liegt vor Einfahrt in die Naturreserve Vendicari eine weitere interessante archäologische Stätte: Helorus – eine antike Stadt, gegründet im 8. Jahrhundert vor Christus von korinthischen Kolonisten und später eine prosperierende griechische, römische und byzantinische Stadt. Die Araber haben Helorus zwar nahezu gänzlich zerstört, eine Reihe wichtiger Wahrzeichen und Überreste sind jedoch erhalten geblieben und in jüngerer Zeit untersucht worden – ein antikes Heiligtum direkt vor den Stadtmauern, das man noch heute sehen kann, ein kleines griechisches Theater und das berühmteste antike Relikt, die Colonna Pizzuta, ein beeindruckendes griechisches Grabdenkmal aus dem 3. Jahrhundert vor Christus.

Zu guter Letzt empfehlen wir Ihnen einen Tagesaufenthalt im Naturreservat Vendicari, das zwischen Noto und Marzamemi liegt. Das 1512 Hektar große Gebiet ist wegen seiner zahlreichen Teiche, die es zu einem perfekten Rastplatz für Zugvögel machen, eine bedeutende naturalistische Stätte. Die Landschaft ist abwechslungsreich, kultivierte Bereiche mit Reben, Oliven und Zitrusfrüchten wechseln sich ab mit ganz und gar unberührten Abschnitten voller Weiher, Teiche und wundervollen Stränden mit weißem Sand. Das Reservat ist reich an seltener Flora und Fauna. Am auffälligsten sind jedoch die rosafarbenen Flamingos, die die Teiche von früh bis spät bevölkern. Nach einem Tag am Strand oder der Erkundung der archäologischen Stätten des Reservats empfehlen wir unbedingt einen Halt in der reizenden Ortschaft Marzamemi, wo Sie sich ein Fischgericht munden lassen können!

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